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Gerontopsychiatrische Betreuung


Gerontotherapie

Das aktuelle und abwechslungsreiche Therapieangebot wird auf einem Wochenplan durch unsere Geronto-Abteilung erstellt. Die Klienten
können täglich das Angebot ohne weitere Kosten in Anspruch nehmen.
Gesellig ist der Stammtisch für geistig rüstige Menschen an jedem Donnerstag im Bistro-Cafè, sowie unser Hauskino am Freitag für alle Bewohner, die sich dort herzlich über einen Film ihrer Wahl erfreuen können.
Selbstverständlich dürfen Ausflüge nicht fehlen. Mehrmals jährlich nehmen alle Klienten (ob mobil oder immobil) an einem Ausflug teil, der über die Region hinausführt. Highlight ist aber der jährliche Ausflug zu einem Flugplatz in der Region mit den Rundflügen über bekannte Ortschaften und somit gleichzeitig die Heimat unserer Klientel. Es ist unglaublich, aber bei dieser Gelegenheit konnte eine 82-jährige Bewohnerin zum ersten mal in ihrem Leben ein Flugzeug besteigen und in die Lüfte abheben. Natürlich sollen auch unsere geistig Rüstigen in gemütlichen Kleingruppen ihren Spass haben. Sie freuen sich auf einen Ausflug in die Rhön, um fein Essen zu gehen oder auf die Osterbrunnenfahrt in der Umgebung und vieles mehr.
 
Die Phantombushaltestelle
Demente leben in der Vergangenheit
 
Im Alter gewinnen die Persönlichkeitsmerkmale der Demenzerkrankten zunehmend an Bedeutung und es kommt zu einem uniformen Persönlichkeitsbild.
 
Je nach Stadium der Krankheit können Demente nicht mehr oder nur noch eingeschränkt auf ihr Kurzzeitgedächtnis zurückgreifen.

Sie leben deshalb in der Vergangenheit und fühlen sich Terminen verpflichtet, denen sie bereits Jahrzehnte nicht mehr nachkommen brauchen. Aus diesem Grunde haben wir ein Phantom- Bushaltestelle eingerichtet.
                                                             
So ein Wartehäuschen hilft, den Reisedrang der Demenzerkrankten zu stillen.
 
Das Modellprojekt der Phantomhaltestellen hat man in Nordrhein-Westfalen mit großem Erfolg gestartet und diese sind im Ruhrgebiet schon fast in jeder Stadt im Bereich der Altenhilfeeinrichtungen zu finden.
 
Mit dem Bus wollen demente Menschen ihre Eltern besuchen, zur Arbeit, zu Freunden oder einkaufen fahren. Die Phantom-Haltestelle hilft dabei, dieses Bedürfniszu befriedigen.
Auch wenn der Bus nie kommt? Ja sicher!!!
Im fortgeschrittenen Stadium können Demente gerade noch die letzte Viertelstunde überblicken. Sie wissen also überhaupt nicht, wie lange sie schon an der Haltestelle warten. Natürlich sollen sie nicht rund um die Uhr dort sitzen, denn wir bieten noch viel mehr Abwechslung mit Unterhaltungsprogrammen in der Einrichtung. Auch, weil demente Bewohner  immer wieder versuchen „auszubüxen“ und nach den nächsten Bus fragen, hilft das Wartehäuschen auf dem Heimgelände, dieses Problem zu lösen. Die Betroffenen studieren den Fahrplan, setzen sich, warten, studieren wieder den Fahrplan, setzen sich erneut und warten wieder. Ganz in Ruhe. Das Projekt erfüllt seinen Zweck, wenn es funktioniert, die Menschen aus ihrem Akt der Unruhe zu lösen. Die Haltestelle beruhigt täglich aufs Neue. Schon morgen sitzen sie wieder dort und freuen sich auf einen Bus, der sie niemals abholt.
Aber auch dieses Problem versuchen wir zu lösen, denn der Vorschlag eines Busunternehmers, mit ihren Linienfahrten um die Einrichtung, die wartenden Senioren ab und zu mal einsteigen zu lassen und einmal um den Block zu fahren,gefällt uns sehr gut!
Und zusätzlich bieten wir noch ein Highlight, denn wir haben noch eine alte leuchtend gelbe Telefonzelle neben der Haltestelle eingerichtet! So können Demente auch noch telefonieren und ein besprochenes Tonband wird ihnen jederzeit Auskunft geben!

Ob es funktioniert? Wir werden es herausfinden!!!!

 Der Sinnesgarten

„Schließe die Augen, wenn Du sehen willst“

Uns war es ein großes Anliegen, einen künstlerisch gestalteten Bereich mit abwechslungsreichen Möglichkeiten zu schaffen, der von allen Seiten offen zugänglich ist und in jede Richtung verläuft.
                                       
Der Weg                                 

Die Wegeflächen heben sich klar von der Umgebung ab und sind in Material und Farbe verschieden. Sie sollen die Sinne durch ihre Unterschiedlichkeit anregen.

Die Muttergottesgrotte

Hier kann man zu einem Gebet verweilen und Lieder singen, dies fördert die Harmonie von Seele und Geist.

Der Brunnen

Er wirkt durch das Wassergeplätscher sehr beruhigend und lässt die Seele baumeln. Entspannung pur.

Der Sinnesparcuor

Er sorgt dafür, dass über die Füße durch unterschiedlichen Bodenmaterialien verschiedene Wahrnehmungen erfolgen können.

Die Tastkästen

Hier haben die Hände die Aufgabe unterschiedliche Materialien durch Tasten zu erkennen. Dadurch wird die
Motorik und das Gedächtnis trainiert.

Die Pflanzen und Wildblumenwiese

Es sind attraktive Pflanzen, Blumen, Sträucher und Bäume im Garten zu finden, die einen wohlwollenden angenehmen Duft verbreiten und die Sinnlichkeit verstärken.

Die Rosenbögen

Sie beeinflussen mit ihrer Schönheit die Augen und tragen dadurch zum Wohlgefühl bei.

Die Rosen-Skulptur

Sie ist der Blickfang im Garten und löst Bewunderung aus. Dies ist eine Anregung der Gefühlsebene.

Die Pergola

Sie ist ebenfalls mit Rosen umgarnt und lädt zum Ausruhen ein. Auch hier bietet sich die Möglichkeit ein kleines bisschen zu entspannen.

Die Hasen, die Meerschweinchen und die Vögel

Sie regen die menschlichen Sinne wieder an und bringen helle Lebensfreude zurück. Des weiteren ist der Einsatz von Haustieren in einer Pflegeeinrichtung für Therapiezwecke sehr geeignet. Aufgrund dessen wird der Umgang mit Tieren von den Bewohnern sehr gut angenommen und geschätzt. 

Der Snoezelenraum „Eine Erlebniswelt für die Sinne“

Viele Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind mit den Eigenarten und teils störenden Verhaltensweisen der anderen Bewohner konfrontiert, das kann Spannungen und Stress erzeugen.
Besonders demente Senioren erleben nicht selten Beschränkung und/oder Überforderung durch die Umwelt, die sie nicht durchschauen können. Auch das kann zu Anspannung, Stress und aggressivem Verhalten führen.
Hier kann ein Snoezelen-Raum die Möglichkeit zur Entspannung und individueller Stimulation der Sinnesorgane beitragen.
Unter Snoezelen - eine von zwei Zivildienstleistenden in den Niederlanden 1978 zusammengestellte Phantasieschöpfung aus den beiden Wörtern "snuffelen" (schnüffeln, schnuppern) und "doezelen"(dösen, schlummern) - versteht man den Aufenthalt in einem gemütlichen, angenehm warmen Raum, in dem man, bequem liegend oder sitzend, umgeben von leisen Klängen und Melodien, Lichteffekte betrachten kann. Der Raum kann von wohlriechenden Düften durchflutet sein, die schöne Erinnerungen wecken und zum Träumen animieren (Mertens 2006, 429).
Nach den ersten Erfahrungen in den Niederlanden wurde das Snoezelen etwa seit Ende der 80er Jahre auch in Großbritannien und Deutschland vermehrt betrachtet. Ab den 90er Jahren kann man von einer weltweiten Verbreitung sprechen. Neben den Niederlanden, Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, Kanada, den USA, Australien und Japan hat sich diese Idee auf weitere zehn Nationen ausgebreitet. Beiträge auf den sechs internationalen Snoezelen-Kongressen der ISNA (International Snoezelen Association, gegründet 2001) zeigen, dass Snoezelen als therapeutisches Medium bei psychischen Problemen (z.B. Magersucht und Stress), bei physiologischen Erkrankungen (z.B. in der Palliativmedizin bei erhöhten Schmerzzuständen), bei emotionalen Problemen (z.B. Depression und Gewaltbereitschaft) sowie Aufmerksamkeitsstörungen (begleitet von Hyperaktivität), mangelnder Konzentration und auch Motivation angewendet wird. Alle Altersgruppen, vom Kind bis zum Menschen im höheren Lebensalter, bescheinigen generell den hohen Erlebniswert und den positiven Einfluss des Snoezelens auf das Wohlbefinden. Konzentrierte sich das Snoezelen in den ersten Jahren auf Menschen mit (schweren) geistigen Behinderungen, so wird diese Intervention heute gleichermaßen in Kindergärten, Schulen, Freizeit- und Senioreneinrichtungen, in Kliniken und Hospizen umgesetzt" (Mertens/Stephan 2007. 247f.).
 

Die Klangschalentherapie
 
Die Klangschalentherapie wird in unserer Einrichtung nach der Entspannungsmethode von Peter Hess duchgeführt.
Die Durchführung übernimmt die ausgebildete Heilerziehungspflegerin der Geronto-Abteilung Katrin Semmelrath, mit der Weiterbildung zur Klangschalentherapeutin.

Was bewirkt die Klangschalentherapie:

Unruhige und aufgeregte Klienten werden in einer ruhigen Atmosphäre im Snoezelenraum vollkommen entspannt und beruhigt.
Die Harmonie von Geist und Seele wird dadurch wieder hergestellt.

Natürlich kann die Klangschalenmassage auch nur zum Genießen genutzt werden, ohne dass ein therapeutischer Hintergrund vorhanden ist.
 
Was die Klangschalenmassage im Körper selbst bewirkt, entnehmen sie den folgenden Punkten:

- Der Ton der Klangschalen berührt unser Innerstes
- Der Ton bringt die Seele zum Schwingen
- Der Klang löst Spannungen, Ängste und Blockaden
- Mobilisiert die Selbstheilungskräfte
- setzt schöpferische Energien frei

Übrigens steht die Klangschalenmassage auch externen Gästen zur Verfügung! Wenn Sie nähere Information darüber möchten, rufen Sie uns einfach an!